Schwerpunkt Kardiologie und Schlaganfalleinheit

Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen immer noch die häufigste Todesursache aller Erkrankungen dar. Die Behandlung der Notfall-Erkrankungen Herzinfarkt und Schlaganfall stehen somit im Zentrum unserer Bemühungen. Der Erfolg hängt dabei vom reibungslosen Ablauf vieler kleiner Schritte ab, die bei uns, oder in Zusammenarbeit mit externen Partnern, eine optimale und unmittelbare Erstversorgung und maximale Therapiesicherheit garantieren.

 

Optimale Betreuung bei Herzinfarkt und Schlaganfall

Bestimmte Formen des Herzinfarktes werden deshalb bereits nach wenigen Minuten gemäß den Behandlungsleitlinien der Fachgesellschaften, rund um die Uhr unter ärztlicher Überwachung, zur notwendigen Herzkatheteruntersuchung weitergeleitet. Ist diese Notfall-Koronarangiographie nicht erforderlich, erfolgt unmittelbar eine intensivmedizinische Versorgung.

Beim akuten Schlaganfall gilt absoluter Vorrang für ein zeitlich eng abgestimmtes Diagnoseprogramm, welches uns in den ersten 30 Minuten die unbedingt notwendige Festlegung der Notfalltherapie (Lyse-Therapie) ermöglicht. Modellhaft in Rheinland-Pfalz erfolgt im Marienhaus Klinikum die Behandlung, in enger Abstimmung und mehrfach täglich gemeinsamer Visite mit externen Neurologen, auf unserer speziell eingerichteten Schlaganfalleinheit. So ist eine bestmögliche medizinische Versorgung unserer Patienten zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Neben lückenloser Überwachung, wird bereits in dieser Phase zu einem optimalen Zeitpunkt mit Rehabilitation begonnen und Maßnahmen für die weitere Anschlussbehandlung durch die hausinterne Abteilung für Rehabilitation oder externe ambulante Anbieter eingeleitet.

 
Weitere Schwerpunkte

Nicht alle Herzerkrankungen benötigen invasive kathetertechnische Verfahren. So steht im besonderen Fokus auch die nicht-invasive Diagnostik der koronaren Herzerkrankungen (KHK), die wir mittels Stress-Echocardiographie und Kardio-CT (Computertomographie mit Darstellung der Koronararterien) in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung des Hauses anbieten. Weitere Schwerpunkte sind Herzrhythmusstörungen, einschließlich der besonderen Form des Vorhofflimmerns, Herzschwäche und Diagnostik von Herzklappenerkrankungen sowie alle Formen des Bluthochdrucks.

 

Übersicht der angebotenen Verfahren zur Diagnostik:

  • EKG, Fahrrad-Ergometrie, Spiro-Ergometrie
     
  • Transthorakale Echocardiographie (Echo von außen)
     
  • Transösophageale Echocardiographie (Schluck-Echo) zur Beurteilung von Herzfunktion, Klappen und vor Kardioversion
     
  • Stress-Echocardiographie (Belastungs-Echo)
     
  • Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessung (ABM)
     
  • Kardio-CT (nicht-invasive Darstellung der Herzkranzgefäße) in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung des Hauses
     
  • Lungenfunktion einschließlich Body-Plethysmographie, Schlaf-Apnoe-Screening
     
  • Herzschrittmacherimplantationen (Ein- und Zweikammersysteme) und Herzschrittmacher-Nachsorge (Schrittmacherkontrolle); Nachsorge von Defibrillatoren (ICD)
     
  • Farbdoppler-Ultraschall-Untersuchung aller erreichbaren Gefäßabschnitte einschließlich der Gehirnarterien innerhalb des Kopfes; Ultraschalluntersuchung der Venen bei Thromboseverdacht

Falls weitere invasive Maßnahmen erforderlich sind, vermitteln wir unsere Patienten zu einer gut abgestimmten Weiterbehandlung in kooperierende Kliniken der maximalen Versorgung.

 

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