Die Leistungen des Brustzentrum Mittelrhein

Vorsorge und Diagnostik

Nicht-invasive diagnostische Methoden

  • Abtasten der Brust
  • Ultraschall/Mammasonographie
    Die Mammasonographie ist eine Ultraschall-Untersuchung der Brust, also ein schmerzloses Verfahren mittels Schallwellen. Hierbei wird das Brustgewebe bis ins Detail untersucht. Zudem kann die Durchblutung untersucht werden (Doppler-Untersuchung). Ein Ultraschall von Lymphknoten (Suptraklavikular-Sonographie) oder der Achselhöhlen (Axillar-Sonographie) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Diagnostik von Brustkrebs.
  • Mammographie
    Die Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust in zwei Ebenen. Dabei können besonders gut Vor- oder Frühstadien von Brustkrebs diagnostiziert werden. Diese Veränderungen werden häufig entdeckt, bevor sie als Knoten tastbar sind. Regelmäßige Untersuchungen, am besten in Kombination mit dem Ultraschall, können daher zur Früherkennung von Brustkrebs beitragen. Die Strahlenbelastung ist durch die schwache Röntgenstrahlung nur sehr gering.
  • Digitale Mammographie
    Bei diesem Verfahren können die Röntgenaufnahmen am Computer nachbearbeitet werden, um so eine deutlichere Darstellung zu ermöglichen.
  • Kernspinmammographien
    Hierbei wird das Gewebe in einem Magnetfeld untersucht. Diese Untersuchungsmethode ist nur für besondere Fragestellungen erforderlich.

Minimal-invasive diagnostische Methoden

  • Mammographie-gesteuerte Brustbiopsie
    Ein Computer ermittelt die genaue Position des verdächtigen Herdes. Unter örtlicher Betäubung wird das verdächtige Gewebe computergesteuert und unter ärztlicher Kontrolle entfernt. Hierzu ist ein Schnitt von lediglich 3 Millimetern nötig. Eine Aufnahme nach der Operation ermöglicht eine unmittelbare Kontrolle des Therapieerfolges.
  • Ultraschall-gesteuerte Brustbiopsie
    Sind verdächtige Befunde im Ultraschall erkennbar, kann die Diagnose mittels ultraschallgesteuerter Gewebsstanze gestellt werden. Der Eingriff dauert nur 10 Minuten und wird in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Therapie

  • Operation
    Ziel der Operation ist es, die Krebszellen vollständig zu entfernen und die Lymphknoten zu untersuchen. Eine brusterhaltende Operation ist durch den Einsatz moderner Operationstechniken und die Gabe von Chemotherapeutika vor der eigentlichen OP in 75% aller Fälle möglich. Sollten es dennoch nötig sein, können eventuelle Defekte mit Gewebe derselben Brust, durch anderes Eigengewebe oder durch ein Implantat ausgeglichen werden. Die individuellen Möglichkeiten sollten Sie ausdrücklich mit Ihrem Operateur besprechen.
  • Chemotherpie
    Eine Chemotherapie ist die medikamentöse Behandlung der Krebserkrankung. Sie wird eingesetzt, um winzige Überbleibsel der Erkrankung zu besiegen oder um eine fortgeschrittene Erkrankung unter Kontrolle halten. Ob eine Chemotherpie nötig und sinnvoll ist, muss individuell entschieden werden. Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, von vielen Patienten sehr gefürchtet, lassen sich heute durch Begleitmedikamente weitgehend unterdrücken.
  • Hormontherapie
    Manche Tumore wachsen verstärkt unter dem Einfluss von Hormonen. Diese Hormonabhängigkeit von Krebszellen ist der Ansatzpunkt der (Anti)-Hormontherapie: Körpereigene Hormone werden ausgeschaltet, um die Ausbreitung eines Tumors zu hemmen. Dem Tumor werden diese Hormone in einer oft jahrelangen Therapie entzogen. Die Verträglichkeit dieser Therapie ist sehr gut.
  • Strahlentherapie
    Eine Strahlentherapie ist bei jeder brusterhaltenden Therapie notwendig und kann die Gefahr des Wiederauftretens entscheidend verringern. Strahlentherapien werden sowohl für die Bekämpfung des Tumors, die Verkleinerung des Tumors vor der OP als auch für die Ergebnissicherung einer vorangegangenen Operation eingesetzt. Die Belastungen der Nachbestrahlung ist sehr gering.
  • Immuntherapie/Hemmung von Wachstumsfaktoren
    Bei ganz besonderen Tumoren wird diese zusätzliche Therapieform empfohlen. Im Rahmen der Krebsbehandlung werden Immunzellen gegen Tumorzellen aktiviert, um diese abzutöten. Allerdings sind diese Stoffe nur für eine kleine Anzahl von Patientinnen geeignet.

Nachsorge

  • Tumornachsorge
    Wird das Wiederauftreten eines Tumors früh genug erkannt, ist in vielen Fällen eine Chance auf Heilung gegeben. Daher ist die Tumornachsorge unerlässlich. Zudem gibt die Nachsorge den Patientinnen Sicherheit. Kurz nach der Erkrankung finden die Untersuchungen alle 3 Monate, später halbjährlich und letzlich jährlich statt.

Studienübersicht

 

 

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