Schluckstörungen... was nun?

Wie lassen sich Schluckstörungen erkennen ?  

  • Häufiges Verschlucken
  • Vermehrtes Husten / Räuspern
  • Stimmveränderungen, feuchte gurgelnde, verschleimt klingende Stimme
  • Speichelfluss aus dem Mund
  • Nahrung bleibt in der Mundtasche liegen oder am Oberkiefer
  • Kloßgefühl im Hals
  • Nahrungsverweigerung, Gewichtsabnahme
  • Häufige Infektionen der Atemwege / Lungenentzündung unklaren Ursprungs / unklare Fieberschübe
  • Verminderung der Wachheit, Apathie

Treten solche Symptome auf, dann sollten sie sich beim Arzt über mögliche Schluckstörungen erkundigen.

 

Was hilft bei Schluckstörungen?

Das Schlucktraining

Vorbereitende Maßnahmen vor dem Essen

  • Wählen Sie die richtige Zusammensetzung und Konsistenz der Lebensmittel aus, da sie das Schlucken erleichtern können. Beginnen Sie mit der Konsistenz, die am besten geschluckt werden kann. Gut geeignet sind generell breiige Nahrung sowie gleichförmige Konsistenzen ohne Stückchen. Flüssigkeiten sollten in manchen Fällen angedickt werden. Sie sind  beim Schlucken einfacher zu kontrollieren
  • Die Auswahl der Nahrung sollte zusammen mit einem Schlucktherapeuten erfolgen
  • Ermöglichen Sie eine aufrechte Sitzposition beim Essen möglichst im Stuhl oder Rollstuhl
  • Essen am Tisch ist prinzipiell die beste Position
  • Bei Lagerung im Bett den Oberkörper in aufrechte Position bringen. Nach Möglichkeit 20 min vor und nach dem Essen aufrecht bleiben
  • Kopf hoch mit leicht nach vorne-unten geneigtem Kinn halten

Maßnahmen während es Essens:

  • Zu große Schlücke und Bisse vermeiden
  • Möglichst einen Teelöffel beim Essen benutzen
  • Zeit beim Essen lassen
  • Der Mund muss bei jedem  Schluck geschlossen sein
  • Ablenkung vermeiden
  • Schlucken abwarten und zum Nachschlucken auffordern, falls noch Speisereste im Mund vorhanden sind
  • Bei Ermüden des Patienten eine Pause einlegen oder die Mahlzeit abbrechen