Harnsteinzentrum Rhein-Ahr

Harnsteine sind das häufigste krankhaft gebildete Biomineralisat; sie können an jeder Stelle des Harntrakts aufgefunden werden. Besonders tückisch sind in der Niere gebildete, noch kleine Steine, welche leicht in den Harnleiter gelangen und dort die sehr schmerzhaften Koliken auslösen. Die maximale Größe der Konkremente wird nur vom Raum am Bildungsort begrenzt meist dauert es sehr lange, bis sie bemerkt werden. Manche Steine bilden bizarre Formen aus und geben damit Hinweise auf Bildungsbedingungen und interne Umwanslungsprozesse.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass, wer einmal an Harnsteinen erkrankt war, mit einen erneutem Auftreten (= Rezidiv) rechnen muss, wenn keine sachgerechte Ursachentherapie eingeleitet wird. Im ungünstigsten Fall entsteht eine Eskalationsspirale immer wiederkehrender Steinereignisse.

Die Urologische und Kinderurologische Abteilung des Krankenhauses Maria Hilf und das ihr zugehörige Harnsteinzentrum Rhein-Ahr (HRA) bieten ein integriertes Steintherapiekonzept aus interventionellen (= operativen) und metabolisch-endokrinologischen (= den Stoffwechsel und Hormonhaushalt betreffenden) Untersuchungen und Maßnahmen an. Das Harnsteinzentrum Rhein-Ahr widmet sich als Expertengruppe der Analyse, Diagnostik und Therapie des Harnsteinleidens. Unter der ärztlichen Leitung des Urologen Dr. Christian Fisang und der wissenschaftlichen Leitung des Mineralogen PD Dr. Norbert Laube erarbeiten wir in unserem Hause mit Hilfe modernster Analyse- und Untersuchungsmethoden individuell auf Sie bzw. Ihrem Kind zugeschnittene Therapiekonzepte und überwachen deren Erfolg engmaschig.

In unserem Haus bieten wir sämtliche diagnostische und operative Methoden an, um den Stein schnell und schonend "los zu werden."

Wenn der Stein ´raus muss

Unser Spektrum an bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Röntgen/CT, Magnetresonanztomographie/MRT) hilft den Stein sicher zu lokalisieren. In komplizierten Fällen unterstützt eine exakte computertomographische 3D-Analyse die OP-Planung. Nach Berücksichtigung aller individuellen Begleitumstände kann die für Sie / für Ihr Kind geeignetste Methode der Steinentfernung gewählt werden: neben der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) mittels hochfokussierten Ultraschallimpulsen stehen sämtliche moderne uro-endoskopische Verfahren, wie "Mini-PCNL" und URS zur Verfügung. Die Endoskope haben Durchmesser von nur wenigen Millimetern und eine brilliant scharfe Videotechnik. Bei Verwendung dieser minimal-invasiven Instrumente spricht man zu Recht von "Schlüsselloch-OPs."

Der Stein ist ´raus - jetzt beginnt die eigentliche Therapie

Mit der erfolgreichen Steinentfernung wurde nur das Symptom einer Erkrankung bekämpft, aber die Ursachen der Steinbildung sind noch nicht behandelt. Was viele nicht wissen, ist dass sich hinter dem Harnstein oft eine ernsthafte Erkrankung verstecken kann.

Damit sich ein Harnstein bilden konnte – und das ist sicher – , muss die Urinzusammensetzung über einen längeren Zeitraum krankhaft verändert gewesen sein. Es gibt weit über 25 Steinarten.

Sie wachsen unter jeweils typischen chemischen Bedingungen (z.B. Urin-pH-Wert); manche treten häufig gemeinsam auf und bilden dann typische Mischsteine; aber auch exotische Kombinationen werden vorgefunden. Eine Steintherapie kann daher nur erfolgreich eingeleitet werden, wenn die (aktuelle) Steinart bekannt ist. Deshalb analysieren wir in unserem Hause jeden Stein.

So können bereits einige mögliche Ursachen bzw. Risikofaktoren, die bei Ihnen bzw. Ihrem Kind zum Steinwachstum beigetragen haben, ausgeschlossen werden.

Warum ein Risiko besteht und wie hoch das aktuelle Risiko ist, lässt sich in dem meisten Fällen mit Untersuchungen von Blut- und Urinproben feststellen. Wir führen bei Ihnen detaillierte medizinische und naturwissenschaftliche Untersuchungen sowie Auswertungen klinischer Daten und medizinisch-soziologischer Faktoren durch, um Ihnen bzw. Ihrem Kind auch bei einem schwer therapierbarem Steinleiden auf höchstem Niveau nachhaltig helfen zu können. Mit umfassenden biochemischen Analysen und Risikoindexberechnungen, sowie bei Bedarf mit zielgerichteten Stoffwechseltests, ermitteln wir in unserem Hause Ihr persönliches Steinbildungsrisikoprofil und eine darauf ausgerichtete Therapiestrategie.

 

Schutz vor erneuter Steinbildung

Wir werden die stoffwechselbedingten Ursachen Ihres Steinleidens ergründen und Ihnen eine darauf individuell abgestimmte – "risikoadaptierte" – medikamentöse und/oder diätetische Therapie empfehlen.

Wir beraten Sie ausführlich und erleichtern Ihnen damit, die von Ihnen beeinflussbaren Risikofaktoren, welche bisher Ihre Steinbildung begünstigt haben, in Zukunft geschickt zu meiden ohne dass es zu gravierenden Einbußen Ihrer Lebensqualität kommt. Sie können so selbst zu einer nachhaltigen Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes und einer geringeren Rückfallrate beitragen.

Qualitätsmanagement

Zertifizierungen

Team

Dr. Christian Fisang

Chefarzt

Telefon:0 26 41 83 56 50
E-Mail:christian.​fisang@​marienhaus.​de

Klaus Schmitt

Oberarzt / Facharzt für Urologie, Zusatzbezeichnung: Medikamentöse Tumortherapie

PD Dr. rer. nat. Norbert Laube

Mineraloge

Andrea Sesterhenn

Diabetesberaterin DDG und Ernährungsberaterin

Telefon:02641 83-85707
E-Mail:andrea.​sesterhenn@​marienhaus.​de

Tina Kröll

Sekretariat

Ansprechpartner

Dr. Christian Fisang

Chefarzt

Telefon:0 26 41 83 56 50
E-Mail:christian.​fisang@​marienhaus.​de

Brohltal-Klinik St. Josef Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation

Kirchstraße 16
56659 Burgbrohl
Telefon:02636 53-0
Telefax:02636 53-3799
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de

Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon:02641 83-0
Telefax:02641 83-1771
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de

St. Josef-Krankenhaus

Mühlenstraße 31-35
53518 Adenau
Telefon:02691 303-0
Telefax:02691 303-4799
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de