Innere Medizin / Schwerpunkt Psychosomatik

Standort: Krankenhaus Maria Hilf

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler und die Dr. von Ehrenwall´sche Klinik in Ahrweiler betreiben seit dem 2003 einen gemeinsamen psychosomatischen Schwerpunkt. Die Versorgung der Patienten erfolgt durch Fachärzte der Inneren Medizin des Marienhaus Klinikums in Kooperation mit Fachärzten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychotherapeutische Medizin der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik.

In Ergänzung zur konservativen, apparativen und interventionellen modernen Medizin bieten wir eine psychosomatische Therapieeinheit mit speziellem psychotherapeutischem Behandlungsangebot an. Sie gewährleistet eine ganzheitliche Behandlung psychosomatisch-internistischer Erkrankungen und ist oft eine besonders hilfreiche Alternative oder Ergänzung zur rein internistischen Behandlung. Hier findet eine tägliche gemeinsame Betreuung der Patienten aus internistischer und psychosomatischer Sicht statt. 

Die psychosomatische Abteilung befindet sich im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr. Sie ist dort der Inneren Abteilung angeschlossen und verfügt über 8 stationäre Betten.

Leistungsspektrum - Psychosomatik

Eine wichtige Aufgabe der Abteilung ist die frühzeitige Identifikation psychosomatischer Störungen. Nach der sorgfältigen organmedizinischen Untersuchung erfolgt die psychosomatische Diagnostik mit Erstinterview und psychologischen Testungen. Die ganz persönliche Situation des Patienten wird vor dem Hintergrund der individuellen und sozialen Gegebenheiten analysiert.
Im Anschluss an die Diagnostik werden Vorbereitungen für eine weiterführende Behandlung, wie zum Beispiel Motivationsarbeit für eine spätere ambulante oder stationäre Psychotherapie, getroffen. Im Einzelgespräch wird der Patient über die psychosomatischen Zusammenhänge seiner Beschwerden informiert, inwieweit bestimmte Stressfaktoren zur Entstehung und Aufrechterhaltung beitragen und welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt.

  • Eingehende diagnostische Interviews zur Abklärung psychosomaticher und psychischer Störungen
  • Entlastende, stützende und klärende Einzel-, Paar- und Familiengespräche
  • Integration psychodynamischer, verhaltenstherapeutischer und nonverbaler Verfahren bei den psychotherapeutischen Gesprächen
  • Körpertherapeutische Übungen (Tanz- und Bewegungstherapie)
  • Entspannungstherapie nach Jakobson
  • Soziotherapie
  • Gegebenenfalls psychopharmakologische Begleitmedikation
  • Einleitung weiterführender Behandlungsmaßnahmen (ambulante, teilstationäre, stationäre oder rehabilitative Behandlung.

Weitere Leistungen der psychosomatischen Abteilung:

  • Paar- und Familiengespräche
  • Atem- und Entspannungstherapie
  • Bewegungs- und TanztherapieP
  • Physiotherapie (Krankengymnastik)
  • Sozialdienst (z.B. Beratung und Hilfestellung bei Anträgen für eine stationäre psychosomatischen Rehabilitationsbehandlung)

Was folgt nach der Behandlung im psychosomatischen Schwerpunkt

Die Aufenthaltsdauer in der Psychosomatischen Abteilung wird von den Kostenträgern in der Regel auf 5 bis 6 Tage begrenzt. Eine längerfristige stationäre Psychotherapie ist in dieser Abteilung deswegen nicht möglich. Bei Notwendigkeit einer stationären psychotherapeutischen Weiterbehandlung erfolgt die zeitnahe Verlegung in eine psychosomatische Rehabilitationsklinik oder eine psychiatrisch-psychotherapeutische Fachklinik, wie z.B. die Dr. von Ehrenwall´sche Klinik in Ahrweiler.

Was folgt nach der Behandlung im psychosomatischen Schwerpunkt<//span>

  • Wenn möglich, Weitervermittlung in eine ambulante psychotherapeutische Einzel- und Gruppentherapie

  • Wenn eine ambulante Psychotherapie nicht ausreicht, zeitnahe Verlegung in eine psychosomatische Rehabilitationsklinik

  • Bei Notwendigkeit akut medizinischer stationärer psychosomatischer Weiterbehandlung Verlegung in die psychotherapeutische Station der Dr. von Ehrenwall´schen Klinik

Ziele der stationären Diagnostik und Behandlung

  • organmedizinische Abklärung der Beschwerdesymptomatik
  • Förderung der Motivation und Akzeptanz bei schwerwiegenden internistischen und onkologischen Erkrankungen.
  • die psychotherapeutische-psychodiagnostische Abklärung der Erkrankung
  • die Suche nach einem innerseelischen Konflikt, der im Hintergrund steht
  • das Wecken des Verständnisses für psychosomatische Zusammenhänge
  • die Förderung der Motivation zu einer weiterführenden Psychotherapie

 

Folgende Verfahren kommen therapeutisch zum Einsatz 

  • Entlastende, stützende und klärende Einzel-, Paar- und Familiengespräche
  • Körper- und Entspannungstherapie
  • Soziotherapie
  • gegebenenfalls Empfehlung einer psychopharmakologischen Begleitmedikation 

 

Psychoonkologische Aspekte

Im Rahmen des Viszeral-medizinischen Zentrums erfolgt eine psychische Unterstützung bei schweren onkologischen Erkrankungen.

Allgemeines zur Psychosomatik

  • Psychosomatische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der Bevölkerung<//span>

  • Psychosomatische Störungen sind keine eingebildeten Krankheiten<//span>

  • Psychosomatische Störungen machen sich oft durch organisch nachweisbare Köperstörungen bemerkbar, die ihren Ursprung aber nicht in einer primären organischen Störung haben, sondern wesentlich mit verursacht und unterhalten werden durch einen seelischen Konflikt, der sich körperlich äußert<//span>

  • Psychosomatische Störungen werden oft verkannt. 10 bis 40 Prozent aller Patienten, die zum Hausarzt gehen, leiden nicht unter organischen, sondern unter psychosomatischen und anderen seelischen Störungen<//span>

  • In der Regel dauert es bis zu sieben Jahren, dass Patienten mit psychosomatischen und anderen seelischen Störungen verkannt und fehldiagnostiziert werden<//span>

  • Das Nichterkennen psychosomatischer Störungen führt zu jahrelanger medikamentöser und apparativer Fehlbehandlung, die neben der Tatsache, dass den Patienten die adäquate Therapie vorenthalten wird, erhebliche Kosten für das Gesundheitssystem verursachen<//span>

  • Ursachen solcher psychosomatischer Störungen sind innerpsychisch Konflikte, die sich sehr häufig dort im Körper „festkrallen“, wo bereits eine organische Schwachstelle besteht, so z.B. bei degenerativen Wirbelsäulenleiden, einer vorgeschädigten Haut, einer Neigung zu allergischen Reaktionen, Essstörungen und Angststörungen aber auch depressive Störungen stehen oft in diesem Zusammengang<//span>

Team

Prof. Dr. Joerg Heller

Chefarzt / Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie / DGVS Zertifikat „Onkologische Gastroenterologie“ und „Hepatologie"

Barbara Hübinger

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Zusatzbezeichnung Psychoonkologie

Dr. med. Dr. phil. Dipl. Psych. Dieter Zimmermann

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Facharzt für Allgemeinmedizin, Diplom-Psychologe

Bettina Scherer

Pflegerische Leitung Ebene 5 (Kardiologie, Gastroenterologie, Innere Medizin, IMC, Stroke Unit)

Kooperationen

Kooperationspartner

Dr. von Ehrenwall´sche Klinik

Walporzheimer Str. 2
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Telefon:02641 3860
Telefax:02641 37 166
Internet:www.ehrenwall.de

Team

Innere Medizin / Schwerpunkt Psychosomatik

Leitung

Prof. Dr. Joerg Heller

Chefarzt / Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie / DGVS Zertifikat „Onkologische Gastroenterologie“ und „Hepatologie"

Sekretariat

Christiane Klein

Sekretärin

Telefon:02641 83-5450
Telefax:02641 83-1450
E-Mail:innere.​bna@​marienhaus.​de

Sprechstunde

Sie fühlen sich angesprochen und wünschen weitere Informationen?

Wir informieren Sie gerne in unserer psychosomatischen Sprechstunde. Der Besuch unserer ambulanten Sprechstunde ist für gesetzlich Krankenversicherte kostenlos. Sie benötigen keine Überweisung, eine Praxisgebühr wird nicht erhoben. Es ist hilfreich, wenn Sie Befunde von Ihrem Hausarzt zur Sprechstunde mitbringen. Sie sollten sich auf jeden Fall telefonisch anmelden und einen Termin vereinbaren, damit wir ausreichend Zeit für Sie haben.

Infomaterial für Patienten

Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon:02641 83-0
Telefax:02641 83-1771
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de