Neues Gerät unterstützt die Rettung von Patienten mit plötzlichem Herzstillstand

Das Krankenhaus Maria Hilf hat ein mechanisches Reanimationssystem für die Herzdruckmassage angeschafft – die Kosten in Höhe von 16.000 Euro wurden vom Förderverein übernommen

Bei einem plötzlichen Herzstillstand ist die Herzdruckmassage von zentraler Bedeutung

18.12.2017

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für das Überleben eines Patienten, der einen plötzlichen Herzstillstand erleidet, ist eine konstante und qualitativ hochwertige Herzdruckmassage von zentraler Bedeutung. Denn nur so wird der Blutkreislauf aufrecht erhalten und die Organe und vor allem das Gehirn werden weiterhin mit sauerstoffreichem Blut versorgt, bis das Herz wieder selbstständig schlägt. Im Krankenhaus Maria Hilf werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult und trainieren die Herzdruckmassage, damit sie im Notfall sofort helfen können. „Dennoch ist die Qualität einer manuellen Herzdruckmassage von vielen Faktoren abhängig“, so Dr. Theodoros Ballidis. Der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Notfallmedizin ist bis Ende des Jahres der stellvertretende Leiter der Kardiologie und der Schlaganfalleinheit des Krankenhauses Maria Hilf. Ab Januar wird er diese Abteilung als Chefarzt leiten. Beispielsweise Ermüdung, zu lange Pausen, Hindernisse beim Transport oder die Veränderung der Lagerung des Patienten können dazu führen, dass selbst bei „Herzdruckmassage-Profis“ nach einiger Zeit die Qualität der Herzdruckmassage erheblich nachlässt und es so nicht möglich ist, einen kontinuierlichen Blutkreislauf aufrecht zu erhalten.

Deshalb hat das Krankenhaus Maria Hilf ein mechanisches Reanimationssystem für die Herzdruckmassage angeschafft. Die Kosten in Höhe von etwa 16.000 Euro hat der Förderverein des Krankenhauses übernommen. Das Gerät ist batteriebetrieben und komprimiert den gesamten Brustkorb des Patienten, um den Blutfluss zum Herzen und Gehirn zu steigern. Dabei übernimmt das Reanimationssystem zuverlässig die Arbeit, die sonst ein Mensch ausführt. So wird die Herzdruckmassage kontinuierlich weitergeführt, auch wenn der Patient zum Beispiel auf eine Trage gehoben oder in den Fahrstuhl geschoben wird. Gleichzeitig können die Retter, den Patienten beatmen oder eine Infusion legen, um ihm Medikamente zu verabreichen.

Vor allem auch bei Notfällen im Herzkatheter-Labor wird das neue Gerät zukünftig eingesetzt werden. Gerade hier stellt die Herzdruckmassage eines Patienten, der während der Untersuchung einen Herzstillstand erleidet eine besondere Herausforderung dar. Denn die Diagnostik und Therapie im Herzkatheterlabor erfolgt unter Röntgenkontrolle. Bei einer Herzdruckmassage versperren jedoch die Hände des Ausführenden die Sicht auf das Herz im Röntgenbild, und der Kardiologe kann den lebensrettenden Eingriff mit dem Herzkatheter nicht weiterführen. Darüber hinaus ist das Personal, das die Herzdruckmassage vornimmt, den Röntgenstrahlen ausgesetzt.

 „Mit dem Reanimationssystem können wir die Qualität der Wiederbelebung weiter verbessern und dazu beitragen, dass die Patienten, die einen plötzlichen Herzstillstand erleiden, bessere Chancen haben, diesen zu überleben“, freut sich Dr. Ballidis.

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