Sodbrennen sollte unbedingt therapiert werden

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler veranstaltete ein Arzt-Patienten-Seminar in Rheinbach zum Thema Sodbrennen

Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler veranstaltete ein Arzt-Patienten-Seminar in Rheinbach zum Thema Sodbrennen

12.01.2018

Rheinbach. Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Leiden. In extremer Form kann es die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Im Rahmen eines Arzt-Patienten-Seminars Mitte Januar in Rheinbach informierten Prof. Dr. Jörg Heller, der Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie des Marienhaus Klinikums in Bad Neuenahr-Ahrweiler, und sein Kollege Prof. Dr. Klaus Prenzel, der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Ursachen und verschiedenen modernen Behandlungsmöglichkeiten der sogenannten Reflux-Krankheit.

Sodbrennen entsteht, wenn der saure Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Bei den Betroffenen arbeitet der untere Speiseröhrenmuskel, der normalerweise den Zugang zum Magen verschließt, nicht mehr richtig. Die Ursachen dafür sind vielfältig. So können Übergewicht oder eine falsche Ernährung genauso dafür verantwortlich sein wie Nebenwirkungen verschiedener Medikamente oder eine Schwäche der Speiseröhrenmuskulatur. Häufig haben die Patienten eine Lücke im Zwerchfell, einen sogenannten Zwerchfellbruch an der Stelle wo die Speiseröhre aus dem Brustkorb in den Bauchraum übergeht. Die Patienten leiden unter unangenehmen Beschwerden wie saurem Aufstoßen, Husten und Schmerzen hinter dem Brustbein. Vielfach können sie nicht mehr im Liegen schlafen, weil Magensäure und Gallensekret dann ungehindert in die Speiseröhre gelangen.

„Bei vielen Menschen sind diese Symptome zwar belastend aber harmlos und können durch eine Ernährungsumstellung oder gut verträgliche Medikamente behandelt werden“, sagte Prof. Dr. Jörg Heller. Langfristig unbehandelt kann Sodbrennen jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Denn die Magensäure kann zu starken Reizungen, Verätzungen und Entzündungen der Speiseröhrenschleimhaut mit Gewebeveränderungen führen. Damit steigt das Risiko für die Patienten, an Speiseröhrentumoren zu erkranken. „Deshalb sollte Sodbrennen unbedingt therapiert werden“, so Prof. Prenzel, der sich unter anderem auf chirurgische Eingriffe bei diesem Krankheitsbild spezialisiert hat.

In seinem Vortrag stellte er die verschiedenen modernen Operationsmethoden vor, die im Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler nahezu ausschließlich minimal-invasiv durchgeführt werden und damit möglichst schonend für den Patienten sind. Welche Operationsmethode für einen Patienten am besten geeignet ist oder ob ihm eine medikamentöse Therapie hilft, das entscheiden die Chefärzte ganz individuell nach einer gründlichen Diagnostik. Mit der Behandlung erreichen sie, dass der Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre verhindert wird. Damit werden die unangenehmen Symptome beseitigt und dem Patienten geht es erheblich besser.

Brohltal-Klinik St. Josef Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation

Kirchstraße 16
56659 Burgbrohl
Telefon:02636 53-0
Telefax:02636 53-3799
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de

Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon:02641 83-0
Telefax:02641 83-1771
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de

St. Josef-Krankenhaus

Mühlenstraße 31-35
53518 Adenau
Telefon:02691 303-0
Telefax:02691 303-4799
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de