Bauchzentrum/Darmkrebszentrum

Das Ziel des interdisziplinären Bauchzentrums und Darmkrebszentrums ist es, Patienten und Kollegen eine eng abgestimmte, gemeinsam umgesetzte Versorgung von Krankheitsbildern im Bauchbereich zu bieten.

Deshalb arbeiten in unserem Zentrum Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen wie  Viszeralchirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Radiologen, Ernährungsberaterin, psychosomatisch ausgebildete Ärzte und Sozialarbeiterinnen eng zusammen. Durch das Zentrum verbessern wir besonders die Behandlung für Patienten mit klassisch fachübergreifenden Krankheitsbildern, wie den Darm- und Enddarmkrebs. Wir bieten dem Patienten eine heimatnahe, menschliche Versorgung auf hohem medizinischem Niveau. Kurze Wege und eine gute kollegiale Zusammenarbeit der Behandlungspartner verbessern den Informationsfluss aller am Behandlungsablauf beteiligten Personen. 

Getragen wird der Schwerpunkt „Erkrankungen im Bauchbereich“ durch zwei medizinische Fachgebiete:

  1. Die Viszeralchirurgie als hoch spezialisierte Abteilung zur Operation von Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm, Enddarm, Leber, Galle, Gallenwege, Bauchspeicheldrüse, Milz und Bauchdecke.
  2. Die Gastroenterologie als spezialisierte Abteilung innerhalb der Inneren Medizin. Diese erfasst die nicht operative Behandlung von allen oben genannten Krankheitsbildern, einschließlich der kompletten, nicht radiologischen Diagnostik, des Ultraschalls, der Endoskopie und der medikamentösen Behandlung von Baucherkrankungen.

Besondere Bedeutung findet der Zusammenschluss von Gastroenterologie und Viszeralchirurgie zum interdisziplinären Bauchzentrum/Darmkrebszentrum in der Behandlung von Tumorerkrankungen des Darms, des Magens, der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege.

Hand in Hand gegen Darmkrebs

Die Behandlung bösartiger Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes bilden einen besonderen Schwerpunkt des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler.

Die ständige Verbesserung durch Qualitätssicherungsmaßnahmen ist uns ein besonderes Anliegen. Durch Befragungen, Qualitätszirkel, Fortbildungen und die Auswertung von Behandlungsdaten erzielen wir stetig weitere Verbesserungen in der Therapie.

Eine entscheidende Rolle für die Qualität unserer Arbeit spielt unsere Erfahrung. Die geforderten Mindestzahlen an Darm- und Bauchspeicheldrüseneingriffen können unsere Operateure nachweisen. Ebenso stellen die Endoskopiker, Onkologen und Strahlentherapeuten durch hohe Fallzahlen ihre Expertise unter Beweis.

Somit bieten wir hochqualifizierte viszeral-medizinische Leistungen zum Wohle unserer Patienten an.

Vorsorge und Diagnostik

  • Okkultbluttest
    Blut im Stuhl kann ein erster Hinweis auf Darmkrebs sein. Der Okkultbluttest sucht in Stuhlproben nach Blutspuren, die von Darmtumoren stammen könnten. Wird Blut nachgewiesen, muss eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchgeführt werden. Nur so lässt sich klären, ob tatsächlich Darmkrebs dahinter steckt.
  • Koloskopie
    Durch eine Koloskopie kann der gesamte Dickdarm und ein Teil des Dünndarmes beleuchtet und eine vollständige Diagnose gestellt werden. Dabei entfernen wir im Krankenhaus Maria Hilf während der Untersuchung gutartige Polypen und kleine Tumore schonend mit speziellen OP-Instrumenten. Unter Umständen wird auch eine Gewebeprobe für eine histologische Abklärung genommen. Bei der Untersuchung wird in der Regel eine leichte Beruhigungsspritze verabreicht. Die Untersuchung ist damit schmerzfrei und dauert durchschnittlich nicht länger als 30 Minuten. Meist kann die Untersuchung ambulant durchgeführt werden.
    Die Krankenkassen in Deutschland übernehmen ab dem 55. Lebensjahr die Kosten für eine Vorsorgedarmspiegelung.

Therapie, Nachsorge und Studien

THERAPIE

  • Operation
    Wird Darmkrebs diagnostiziert, ist die Operation meist der erste Behandlungsschritt. Hierbei werden der betroffene Darmbezirk und die umliegenden Lymphknoten entfernt. Ziel ist, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen.
  • Chemotherapie
    Eine Chemotherapie muss nicht durchgeführt werden, wenn im frühen Stadium eine Ausheilung möglich ist. Wird der Darmkrebs allerdings erst spät diagnostiziert, dient die Operation meist dem Ziel, den Tumor zu verkleinern, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Zusätzlich wird dann eine Chemotherapie, eventuell kombiniert mit einer Bestrahlung (neoadjuvante Therapie) durchgeführt. Die meisten Chemotherapien werden heutzutage ambulant durchgeführt. Als Patient haben Sie den Vorteil, dass dies in der onkologischen Praxis "HORA" in den Räumen des Klinikums möglich ist.
  • Stomatherapeuten und eine Ernährungsberaterin stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.
  • Unser Sozialdienst vermittelt den Kontakt zu den Selbsthilfegruppen und unterstützt bei der häuslichen Pflege. 
       

NACHSORGE

Nach der Operation wegen Dick-/Mastdarmkrebs sind regelmäßige Nachsorge- bzw. Kontrolluntersuchungen notwendig, um das Wiederauftreten der Krankheit rechtzeitig zu erkennen. Die standardisierte Nachsorge erfolgt in Zusammenarbeit mit den Hausärzten. Dazu gehören neben der körperlichen Untersuchung u. a. halbjährliche und nach 2 Jahren jährliche Kontrolle von Tumormarkern, Koloskopie, CT.

STUDIEN

Die Wissenschaft entwickelt immer wieder neue Wirkstoffe und erprobt bereits vorhandene Medikamente in anderen Zusammensetzungen. Daher besteht im Darmkrebszentrum die Möglichkeit zur Teilnahme an klinischen Studien. Dies geschieht natürlich völlig freiwillig und unter strengen ethischen Richtlinien.

Colopredict Plus 2.0

Im Rahmen des Colopredict Plus Registers sollen retrospektiv und prospektiv Patienten mit Kolonkarzinom im Stadium II und III erfasst werden. Primäres Studienziel ist die Bestimmung der Rolle einer Mikrosatelliteninstabilität (MSI) in Kombination mit einer KRAS-Mutation bei der Prognose von Kolonkarzinomen im Stadium II ohne klinische Risikofaktoren. Hierzu sollen in Tumorgewebeproben der rekrutierten Patienten MSI und KRAS bestimmt werden und parallel klinische und histopathologische Daten der Patienten dokumentiert werden. Primärer Zielparameter ist das Rückfall-freie Überleben nach 5 Jahren (kombinierter Endpunkt aus Rezidiv und Tod jeglicher Ursache).

Tactic

Nicht-interventionelle, beobachtende Studie zur Untersuchung von Wirksamkeit und Sicherheit von Trifluridin/Tipiracil in Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom.

Interdisziplinäre onkologische Konferenz (IOK)

Wir haben eine wöchentlich stattfindende interdisziplinäre onkologische Konferenz (IOK) etabliert. In dieser onkologischen Konferenz treffen sich neben den Bauchchirurgen und den Gastroenterologen, die Onkologen (Chemotherapie), die Strahlentherapeuten und Radiologen sowie bei Notwendigkeit auch Kollegen angrenzender Fachgebiete. Hier wird nach neuesten medizinischen Standards und strenger Beachtung von Leitlinien für Patienten mit z. B. einer Darmkrebserkrankung die optimale Therapie festgelegt. Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind auf Wunsch und bei Bedarf die niedergelassenen Kollegen – deren Patienten im Krankenhaus betreut werden.

Zertifizierung

Das Interdisziplinäre Bauchzentrum http://www.marienhaus-klinikum-ahr.de/abteilungenund-fachbereiche/zentren/interdisziplinaeres-bauchzentrum/(IBZ) wurde 2014 durch die proCum Cert GmbH nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Zertifizierungen

Team

Prof. Dr. Klaus Prenzel

Chefarzt / Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Proktologie, spezielle Viszeralchirurgie

Prof. Dr. Joerg Heller

Chefarzt / Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie / DGVS Zertifikat „Onkologische Gastroenterologie“ und „Hepatologie"

Dr. Jens Koopmann

Oberarzt / Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie

Dr. Simone Saller

Oberärztin | Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie

Dr. Paul-Ulrich Göbel

Oberarzt / Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Andrea Sesterhenn

Diabetesberaterin DDG und Ernährungsberaterin DGE

Telefon:02641 83-85707
E-Mail:andrea.​sesterhenn@​marienhaus.​de

Kooperationen

Kooperationspartner

Radiologisches Praxis - MVZ

Dr. Ingo Kaul

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Telefon:02641 83-5560

Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie Rhein Ahr

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Telefon:02641 2079 570
Telefax:02641 2079 569
Internet:http://www.onkologie-rhein-ahr.de/

Dres. med F. Risse, A. Nacke, G. Röpke, H. Pede
Fachärzte für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie
Bad Neuenahr-Ahrweiler • Remagen • Linz

Telefon: 02641 2079 570
 

SPRECHSTUNDENZEITEN
von Herrn Dr. Axel Nacke und Frau Dr. Heike Pede
in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Montaggeschlossen
Dienstag13-17 Uhr
Mittowch 8-17 Uhr
Donnerstag 8-17 Uhr
Freitag 8-13 Uhr

Institut für Humangenetik

Zentrum für erblichen Darmkrebs des Universitätsklinikums Bonn

Prof. Dr. Markus M. Nöthen


Telefon:0228 28751000

Institut für Pathologie, DRK Krankenhaus Neuwied

Herr Dr. Talal Aklan

Standort Remagen
Marktstr. 104
56564 Neuwied

Telefon:02642 3250

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Herr Prof. Dr. med. Michael Pinkawa

MediClin Robert Janker Klinik Bonn
Villenstr. 8
53129 Bonn

Psychoonkologie Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz

Informations- und Beratungszentrum Psychoonkologie Koblenz der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e. V

Frau Dorothea Tielker

Weitere Informationen zum Angebot der Beratung und Unterstützung von Tumorkranken und deren Angehörige erhalten Sie Flyer im rechten Downloadbereich.

Löhrstraße 119
56068 Koblenz

Telefon:0261 988650
Internet:http://www.krebsgesellschaft-rlp.de/wir/beratungszentren/koblenz

Deutsche ILCO e.V.

Region Nördliches Rheinland-Pfalz

Ansprechpartner: Herr Weber

Thomas-Mann-Str. 40
53111 Bonn

Telefon:0228 33889450
Internet:www.ilco.de

Hospizverein Rhein-Ahr

Kreuzstraße 18
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Telefon:02641 2077969
Internet:http://www.hospiz-rhein-ahr.de

Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.

Löhrstraße 119
56068 Koblenz

Telefon:0261/988650
Telefax:0261/9886529
Internet:www.krebsgesellschaft-rlp.de

Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs e.V.

Bärbel Peil


Bad Neuenahr

Telefon:02634 4184

Ansprechpartner

Prof. Dr. Klaus Prenzel

Chefarzt / Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Proktologie, spezielle Viszeralchirurgie

Prof. Dr. Joerg Heller

Chefarzt / Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie / DGVS Zertifikat „Onkologische Gastroenterologie“ und „Hepatologie"

Sekretariat

Telefon:02641 83 5250
Telefax:02641 83 1250
E-Mail:chirurgie.​bna@​marienhaus.​de

gemeinsame Sprechstunde Darmkrebs

Montags ab 14:00 Uhr
nach Terminvereinbarung, Anmeldung unter 02641 83-5250 oder 83-5450

 

 

 

 

Brohltal-Klinik St. Josef Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation

Kirchstraße 16
56659 Burgbrohl
Telefon:02636 53-0
Telefax:02636 53-3799
Internet: www.marienhaus-klinikum-ahr.de www.marienhaus-klinikum-ahr.de

Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon:02641 83-0
Telefax:02641 83-1771
Internet: www.marienhaus-klinikum-ahr.de www.marienhaus-klinikum-ahr.de

St. Josef-Krankenhaus

Mühlenstraße 31-35
53518 Adenau
Telefon:02691 303-0
Telefax:02691 303-4799
Internet: www.marienhaus-klinikum-ahr.de www.marienhaus-klinikum-ahr.de