Organspende in Deutschland

23.04.2019, 17:00 - 18:30
Ort: Aula, Krankenhaus Maria Hilf

Bad Neuenahr-Ahrweiler. 955 Menschen haben im vergangenen Jahr nach ihrem Tod insgesamt 3.113 Organe für schwer kranken Menschen gespendet. In Deutschland warten derzeit jedoch mehr als drei Mal so viele Patienten auf eine lebensrettende Transplantation. „Häufig kann ihnen nicht geholfen werden, weil es kein Organ für sie gibt“, so Dr. Alexander Subai. Der Oberarzt der Anästhesie und Intensivmedizin ist der Transplantationsbeauftragte des Krankenhauses Maria Hilf. An jedem Tag sterben in Deutschland im Schnitt drei Patienten, die auf der Warteliste stehen und hätten weiterleben können, wenn ein Organ für sie zur Verfügung gestanden hätte. Um über das Thema Organspende zu informieren, laden das Krankenhaus Maria Hilf und der Förderverein alle Interessierten am Dienstag, den 23. April von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr in die Aula ein zur Informationsveranstaltung Organspende in Deutschland – Überblick und Information.  

Umfragen haben in der Vergangenheit immer wieder bestätigt, dass die Menschen grundsätzlich bereit sind, nach ihrem Tod Organe zu spenden, um kranken Menschen damit zu helfen. Im Jahr 2018 waren 84 Prozent der Bundesbürger zu einer Organ- und Gewebespende nach ihrem Tod bereit. Die Zahl derjenigen, die einen Ausweis besitzen, lag jedoch nur bei 36 Prozent. Dies allein zeigt, wie groß der Informationsbedarf ist.  

Als Referentin wird Silke Strixner von der Koordinierungsstelle Organspende der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) über das Thema sprechen und auch den Ablauf einer postmortalen Organspende vorstellen. Dafür sind zwei Bedingungen zwingend vorgeschrieben: Es muss der Tod des Menschen durch den irreversiblen Ausfall der gesamten Hirnfunktion, also des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms zweifelsfrei nachgewiesen werden. Zusätzlich muss die Einwilligung zur Organspende vorliegen. Ein einzelner Organspender kann nach seinem Tod bis zu sieben schwerkranken Menschen die Chance auf ein neues Leben schenken, so Dr. Harald Lörler, der Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, und der Vorsitzende des Fördervereins Dr. Gerhard Kreuter.  

Bei der Informationsveranstaltung stehen die Ärzte und Silke Strixner für Fragen rund um das Thema Organspende zur Verfügung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Brohltal-Klinik St. Josef Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation

Kirchstraße 16
56659 Burgbrohl
Telefon:02636 53-0
Telefax:02636 53-3799
Internet: www.marienhaus-klinikum-ahr.de www.marienhaus-klinikum-ahr.de

Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon:02641 83-0
Telefax:02641 83-1771
Internet: www.marienhaus-klinikum-ahr.de www.marienhaus-klinikum-ahr.de

St. Josef-Krankenhaus

Mühlenstraße 31-35
53518 Adenau
Telefon:02691 303-0
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