Sternenkinder leben in den Herzen ihrer Mütter und Väter weiter

Das Grabfeld für die Kleinsten wurde erweitert – feierlich eingesegnet

Krankenhausoberin Gaby Frömbgen mit Steinmetz Rudolf Kniel, der auch die Erweiterung des Grabfelds der Allerkleinsten gestaltet hat (links), und Pfarrer Peter Dörrenbecher von der Katholischen Kirchen-gemeinde (2. von rechts) und Dr. Wilfried Glabach von der Evangelischen Kirchengemeinde.

05.10.2018

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Alle reden vom Eltern-Werden. Eltern von Sternenkindern aber sehen ihre Kinder nie aufwachsen, können nicht mit ihnen spielen, toben oder sie in den Arm nehmen. Sternenkinder leben nur in den Herzen ihrer Mütter und Väter weiter. Auf dem Städtischen Friedhof von Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt es seit rund neun Jahren einen Ort, wo Fehl- oder Totgeburten beerdigt werden können. Für die Eltern ist dies ein Ort der Trauer, vor allem aber auch der Erinnerung. Ende September wurde dieses Grabfeld für die Allerkleinsten, wie es offiziell heißt, erweitert und eingesegnet. Da hier in den zurückliegenden Jahren bereits fast 400 Kinder beerdigt wurden, war eine Vergrößerung des Geländes unumgänglich, so Gaby Frömbgen. 

Die Oberin des Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass dieses Grabfeld für die Allerkleinsten aus einem Leitbildprojekt im Krankenhaus Maria Hilf hervorgegangen ist. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich damals dafür stark gemacht, dass auch Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 500 Gramm würdig bestattet werden können. Denn für Eltern, die sich auf ihr Kind gefreut und meist schon eine Beziehung zu ihrem ungeborenen Kind aufgebaut haben, ist es überaus schmerzlich zu erleben, dass ihr Kind nicht lebensfähig war und tot auf die Welt gekommen ist. Das Grabfeld für die Allerkleinsten, wo Eltern – ganz gleich, ob oder welcher Religion sie angehören, ihre Kinder bestatten können – kann ein Ort sein, der Eltern dabei hilft, mit diesem Verlust besser umgehen zu lernen. 

Für die Erweiterung hat die Stadt kostenlos das Gelände zur Verfügung gestellt und haben die katholische und die evangelische Kirchengemeinde, zahlreiche Privatleute und der Förderverein Gelder zur Verfügung gestellt. „Wir sind froh, diesen Ort der Ruhe zu haben, und froh, Menschen an unserer Seite zu wissen, die sich für unser Anliegen einsetzen“, dankte Gaby Frömbgen allen Unterstützern. 

Wer das Projekt Grabfeld für die Allerkleinsten unterstützen möchte, der kann dies tun mit einer Spende folgendes Konto:

Kreissparkasse Bad Neuenahr-Ahrweiler, IBAN: DE52 5775 1310 0000 3002 02, BIC: MALADE51AHR, Empfänger: Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler, Verwendungszweck: Grabstätte der Allerkleinsten

Brohltal-Klinik St. Josef Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation

Kirchstraße 16
56659 Burgbrohl
Telefon:02636 53-0
Telefax:02636 53-3799
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de

Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon:02641 83-0
Telefax:02641 83-1771
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de

St. Josef-Krankenhaus

Mühlenstraße 31-35
53518 Adenau
Telefon:02691 303-0
Telefax:02691 303-4799
Internet: http://www.marienhaus-klinikum-ahr.dehttp://www.marienhaus-klinikum-ahr.de