„Wir freuen uns, dass wir mit Hilfe des neuen Ultraschallgerätes noch genauer arbeiten können“

Der Förderverein des Krankenhauses Maria Hilf unterstützte die Anschaffung eines 50.000 Euro teuren hochmodernen Ultraschallgerätes für den Operationssaal

Dank einer großzügigen Spende konnte das Krankenhaus Maria Hilf für den Operationssaal ein hochmodernes, besonders leistungsfähiges Ultraschallgerät anschaffen.

16.12.2019

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Ein hochmodernes, besonders leistungsfähiges Ultraschallgerät hat das Krankenhaus Maria Hilf für den Operationssaal angeschafft. An der Finanzierung beteiligte sich der Förderverein und übernahm mit 25.000 Euro die Hälfte der Kosten. Dafür hatte der Förderverein zwei große Spenden erhalten von Stiftung Iris und Hans-Joachim Brogsitter und von einem dankbaren Patienten der Chirurgie, der namentlich nicht genannt werden möchte. Über das Ultraschallgerät, das auch während einer Operation eingesetzt werden kann, freuen sich Prof. Dr. Klaus Prenzel, der Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Dr. Harald Lörler, der Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin.

 

Prof. Prenzel nutzt das Ultraschallgerät vor allem bei Tumoroperationen an der Leber. Dafür ist das Gerät mit einem speziellen abgeflachten Ultraschallkopf ausgestattet, der direkt auf die Leber aufgesetzt werden kann. So ist es dem Chirurgen während der OP möglich, zum Beispiel die Lage eines Tumors noch präziser zu bestimmen als das in den Voruntersuchungen mit dem CT oder MRT möglich ist. „Wir erkennen damit auch sehr genau die Strukturen der Leber, wie Pfortader, Gallengänge, Arterien und Venen“, sagt Prof. Prenzel. Auch weitere Metastasen, die mit bildgebenden Verfahren nicht entdeckt werden können, weil sie zu klein sind, kann er mit Hilfe des Ultraschalls während der OP sehen und entfernen. Zudem lasse sich mit dem Gerät der Sicherheitsabstand vom Tumor- zum gesunden Gewebe wesentlich genauer bestimmen. Das gleiche gelte übrigens für Operationen an der Bauchspeicheldrüse, sagt Prof. Prenzel. Auch hier nutzt er das neue Ultraschallgerät, um während der OP die Tumorgrenzen präzise zu erkennen.

 

„Wir freuen uns, dass wir mit Hilfe des neuen Ultraschallgerätes noch genauer arbeiten können, wenn wir zum Beispiel periphere Nervenblockaden durchführen“, so Dr. Harald Lörler. Das sind Regionalanästhesien, die es erlauben, Schulter- und Knieoperationen in einer nur sehr leichten Vollnarkose durchzuführen. Dafür wird das Anästhetikum, das die betroffene Schulter oder das Bein betäuben soll, unter Ultraschallkontrolle an den entsprechenden Nerv oder das Nervengeflecht gespritzt. Je näher das Betäubungsmittel an den Nerv gelangt, umso wirksamer ist die Anästhesie. „Das Ultraschallgerät verfügt über hochauflösende Sonden, mit denen wir Nerven sehr gut erkennen“, sagt Dr. Lörler. „So können wir diese Nervenblockaden sicher und schonend durchführen.“ Deshalb nutzt er das Gerät auch zur Anlage eines peripheren Nervenkatheters zur Schmerztherapie zum Beispiel nach großen Eingriffen an den Extremitäten wie dem Kniegelenkersatz, damit das Schmerzmittel genau an die richtige Stelle gelangt und dem Patienten die Schmerzen nimmt.  

Das Gerät erleichtert zudem das Punktieren größerer Venen oder kleiner Artierien, wenn Dr. Lörler beispielsweise einen zentralen Venenkatheter für die Medikamentengabe oder eine arterielle Kanüle zur Blutdrucküberwachung legen muss. Auch Dialysekatheter, wenn die Nieren des Patienten zu versagen drohen und eine Dialyse erforderlich ist, können mit dem Ultraschallgerät sicherer angelegt werden. Darüber hinaus nutzen die Anästhesisten und Chirurgen das neue Ultraschallgerät für zahlreiche weitere Eingriffe und Untersuchungen. Sie freuen sich, dass sie ihre Patienten jetzt noch schonender und präziser behandeln können.

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