Seit der Operation geht es mir jeden Tag etwas besser

Die Gefäßchirurgen im Krankenhaus Maria Hilf helfen mit Bypass-Operationen, dass Patientinnen und Patienten, die an der peripheren ar-teriellen Verschlusskrankheit leiden, ihre Mobilität behalten

Nach dem Eingriff in der Radiologie kontrolliert Kambiz Fadaei, der Chefarzt der Gefäßchirurgie, mit einem transportablen Dopplerultra-schallgerät den Blutfluss in Gerd Demmers Bein.

10.03.2021

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Ich bin zu 100 Prozent zufrieden“, strahlt Gerd Demmer. „Kambiz Fadaei hat mir mein Bein erhalten.“ Im April des vergangenen Jahres kam der 64-jährige Westerwälder auf Empfehlung einer Bekannten in die Gefäßchirurgie des Krankenhauses Maria Hilf. Er litt unter einem Verschluss der Arterien im linken Bein, so dass es kaum noch mit sauerstoffreichem Blut versorgt wurde und das Gewebe abzusterben drohte. In dem Krankenhaus, in dem er zuvor behandelt worden war, sahen die Ärzte keine andere Behandlungsmöglichkeit mehr als sein Bein zu amputieren. „Ich wollte mein Bein auf gar keinen Fall verlieren und bat deshalb die Gefäßchirurgen in Bad Neuenahr um eine zweite Meinung“, sagt er. „Und das war mein großes Glück.“

 

Kambiz Fadaei teilte die Indikation zur Amputation nicht. „Ich bin Arzt geworden, um zu helfen und möchte, wenn irgend möglich, Gliedmaßen erhalten“, sagt der Facharzt für Gefäß- und Endovaskuläre Chirurgie, der die Abteilung für Gefäßchirurgie leitet. Gerd Demmer wurde ausführlich untersucht. Mit Hilfe einer Angiographie, also einer radiologischen Darstellung der Gefäße, bei der auch Kontrastmittel verwendet wurde, „erhielten wir ein genaues Bild von der Durchblutung des gesamten Beines“, so Fadaei. Sämtliche Engstellen, krankhaften Veränderungen und Verschlüsse der Beinarterien wurden dadurch sichtbar. Auf der Basis dieser Diagnostik „sahen wir eine realistische Chance, Gerd Demmers Bein zu retten“, sagt er.

 

Es folgten zwei Operationen, in denen Kambiz Fadaei dem Patienten einen langen Bypass von der Leiste bis zum Unterschenkel einsetzte. Für diesen Gefäßersatz verwendete er eine körpereigene Vene. Eine anschließende Untersuchung im MRT zeigte, dass der Bypass seine Aufgabe hervorragend erfüllte und die Durchblutung des gesamten Beins und des Fußes wieder sicherstellte. Lediglich das letzte Glied des großen Zehs mussten die Ärzte amputieren. „Das konnten wir nicht erhalten“, sagt Fadaei. Das beeinträchtigt Gerd Demmer jedoch in keiner Weise. „Ich kann gut laufen, und seit der Operation geht es mir jeden Tag etwas besser“, freut er sich.

 

Rund neun Monate nach dem Eingriff, kam der Patient zur Nachuntersuchung wieder ins Krankenhaus Maria Hilf. Mit einer Ultraschalluntersuchung überprüften die Ärzte die Durchblutung des Beins und den Zustand des Bypasses. Dabei stellten sie fest, dass sich erneut Engstellen gebildet hatte, die Dr. Felix Schoth, der Chefarzt der interventionellen Radiologie, mit Hilfe einer Ballondilatation wieder aufdehnte.

 

Als der Patient wieder in seinem Zimmer auf Station lag, kontrollierte Kambiz Fadaei den Blutfluss im behandelten Bein. Er führte den Schallkopf eines transportablen Dopplerultraschallgeräts über die Arterie oberhalb des Fußknöchels. An dieser Stelle war eine kräftige Pulsation der Fußarterie zu hören. „Dies ist ein Zeichen, dass der Bypass frei ist und das Blut ungehindert ins Bein strömen kann“, erläutert Fadaei.

 

Gerd Demmer wird zukünftig seinen Bypass regelmäßig kontrollieren lassen müssen. Er leidet unter der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, der sogenannten Schaufensterkrankheit. Beispielsweise Menschen mit Diabetes mellitus aber auch starke Raucher haben ein erhöhtes Risiko, daran zu erkranken. „Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist chronisch und nicht heilbar“, so Fadaei. „Aber die Symptome können wir behandeln und so dafür sorgen, dass es unseren Patientinnen und Patienten gut geht und sie ihre Mobilität behalten. Denn wir verhindern den Fortschritt der Krankheit.“

 

 

 

 

 

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