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Marienhaus Klinikumim Kreis AhrweilerAkademisches Lehrkrankenhaus der Universität Bonn
Marienhaus
Drei medizinische Fachkräfte in blauer und lila Schutzkleidung arbeiten gemeinsam an einem Patienten mit Beatmungsgerät und medizinischen Monitoren
Neun medizinische Fachkräfte in blauer Arbeitskleidung stehen in einem Krankenhausflur und lächeln in die Kamera
Drei medizinische Fachkräfte in Arbeitskleidung lächeln und unterhalten sich in einem hellen Raum
Modell des menschlichen Verdauungstrakts mit Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse, gehalten von Person in blauer Kleidung, Zeigestab zeigt auf Bauchspeicheldrüse.
Modell des menschlichen Verdauungstrakts mit Magen, Leber und Bauchspeicheldrüse, gehalten von Person in blauer Kleidung, Zeigestab zeigt auf Bauchspeicheldrüse.

Harnsteinzentrum Rhein-Ahr

Bild der Marienhaus-Gruppe
Leitung
Dr. Christian Fisang
Chefarzt

Chefarzt | stellv. Ärztlicher Direktor | Facharzt für Urologie, Andrologie, Medikamentöse Tumortherapie Fellow of the European Board of Urology | Palliativmedizin

02641 83-5650
02641 83-1650
christian.fisang@marienhaus.de
Bild der Marienhaus-Gruppe
Sekretariat
Tina Kröll
02641 83 5650
tina.kroell@marienhaus.de
  • Team
  • Infomaterial
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Bild der Marienhaus-Gruppe
Andrea Sesterhenn

Diabetesberaterin DDG und Ernährungsberaterin DGE

02641 83-85707
andrea.sesterhenn@marienhaus.de
Bild der Marienhaus-Gruppe
Oberärztin
Dr. Susanne Ritschel

Oberärztin | Fachärztin für Urologie | Koordinatorin des Harnsteinzentrum | Palliativmedizinerin | Ernährungsmedizinerin

Infomaterial
WEB_Broschuere_Harnsteinzentrum_2020-05-27.pdf

Harnsteinleiden - eine Volkskrankheit?

Etwa jeder zwanzigste in Deutschland lebende Mensch (ca. 6%) erkrankt im Laufe seines Lebens an einem Harnstein. Zu Recht gilt das Harnsteinleiden heute als „Volkskrankheit“- Tendenz leider steigend. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Menschen, die einmal Harnsteine hatten, mit einem erneuten Auftreten (= Rezidiv) rechnen müssen, wenn die Ursachen und die Therapie nicht ergründet und eingeleitet werden. Im ungünstigsten Fall kommt es zu immer wiederkehrenden Steinereignissen.

Wie entstehen Harnsteine?

Harnsteine entstehen, wenn sich im Urin eine zu hohe Konzentration an bestimmten Mineralstoffen oder steinbildenden Substanzen befindet. Es kommt zu einer Kristallbildung und letztlich zum Stein, der an jeder Stelle des Harntrakts gefunden werden kann. Harnwegserkrankungen, Abflussbehinderungen des Harntraktes, falsche Ernährung, eine zu geringe Trinkmenge, Stoffwechselerkrankungen und andere Grunderkrankungen gehören zu den vielfältigen Ursachen der Steinentstehung.

Welche Rolle spielt das Harnstein-Zentrum?

Die Urologische und Kinderurologische Abteilung des Marienhaus Klinikums und das ihr zugehörige Harnsteinzentrum Rhein-Ahr (HRA) bieten ein umfassendes Steintherapiekonzept an. Dabei stehen sämtliche diagnostische und operative Methoden zur Verfügung, um den Stein schnell und schonend zu entfernen. Eine Besonderheit unseres Steinzentrums ist die metabolisch-endokrinologische (= den Stoffwechsel und Hormonhaushalt betreffenden) Untersuchung und Beratung. Das Harnsteinzentrum Rhein-Ahr widmet sich als Expertengruppe der Analyse, Diagnostik und Therapie des Harnsteinleidens. Unter der ärztlichen Leitung des Urologen Dr. Christian Fisang arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Urologen, Ernährungsmedizinern und Ernährungsberatern daran, mithilfe modernster Analyse- und Untersuchungsmethoden ein individuell auf Sie zugeschnittenes Therapiekonzept zu erstellen.

Eine weiße, skulpturale Form mit mehreren hervorstehenden, unregelmäßigen Ästen, die an Korallen erinnert.
  • Wenn der Stein ´raus muss
  • Der Stein ist ´raus - jetzt beginnt die eigentliche Therapie

Wenn der Stein ´raus muss

Welche Rolle spielt die Diagnostik?

Wir bieten Ihnen sämtliche diagnostische und operative Methoden an, um den Stein nachzuweisen und zu entfernen. Neben der Blut- und Urinanalyse hilft ein Spektrum an bildgebenden Verfahren (Ultraschall, Röntgen/CT, Magnetresonanztomographie/MRT) den Stein sicher zu lokalisieren. In komplizierten Fällen unterstützt eine exakte computertomographische 3D-Analyse die OP-Planung. Nur durch eine adäquate Diagnostik ist es möglich, z.B. die genaue Lage und Größe des Steins herauszufinden und eine gute Therapie für Sie abzuleiten. Besonders problematisch sind kleine Nierensteine. Sie können leicht in den Harnleiter gelangen und dort die sehr schmerzhaften Koliken auslösen. Sollte der Stein eine akute Kolik auslösen, so führen wir im Rahmen des zertifizierten Schmerzzentrums eine leitliniengerechte Schmerztherapie durch. Steine in der Niere bleiben oft unbemerkt und werden häufig im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Häufig sind Nierensteine aber auch die Ursache für immer wiederkehrende Harnwegsinfekte oder sie treten als Begleiterkrankung einer anderen Erkrankung, z.B. Darmerkrankung, Diabetes mellitus etc. auf.

Wie Sie auf den Bildern erkennen können haben manche Steine eine sehr ungewöhnliche Form. Dieses Aussehen gibt Hinweise über den Entstehungsort. So kann sich ein Stein im Nierenbecken oder Nierenkelch befinden und nimmt dessen Form an. Des Weiteren bestimmt die Zusammensetzung des Steins sein Aussehen.

Neben der apparativen Diagnostik spielt das Anamnesegespräch eine wichtige Rolle. Hier beschäftigen wir uns insbesondere mit Ihren Begleiterkrankungen, Medikamenteneinnahme sowie individuellen Besonderheiten und legen die weitere Therapie fest.

Welche Möglichkeiten der Steinentfernung gibt es?

Je nach Stein und unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Begleitumstände kann die für Sie geeignetste Methode der Steinentfernung gewählt werden: neben der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) mittels hochfokussierten Ultraschallimpulsen stehen sämtliche moderne uro-endoskopische Verfahren, wie "Mini-PCNL" und URS (Ureterorenoskopie) zur Verfügung. Die URS wird sowohl starr als auch flexibel durchgeführt.  Die Endoskope haben einen Durchmesser von nur wenigen Millimetern und stellen ein minimal-invasives Operationsverfahren ("Schlüsselloch-OP") dar. Die einzelnen Methoden werden mit Ihnen in einem ärztlichen Gespräch ausführlich besprochen.

Eine unregelmäßig geformte, goldene Kristallstruktur, die aus vielen kleinen, glänzenden Kristallen besteht.

Der Stein ist ´raus - jetzt beginnt die eigentliche Therapie

Der Stein ist ´raus – wie geht es weiter?

Mit der erfolgreichen Steinentfernung wurde nur das Symptom einer Erkrankung bekämpft, aber die Ursachen der Steinbildung sind noch nicht behandelt. Es gibt weit über 25 Steinarten, die unter jeweils spezifischen chemischen Bedingungen (z.B. Urin-pH-Wert) entstehen und wachsen. Manche Steine treten häufig gemeinsam auf und bilden dann typische Mischsteine; aber auch exotische Kombinationen werden vorgefunden. Eine Steintherapie kann daher nur erfolgreich eingeleitet werden, wenn die (aktuelle) Steinart bekannt ist. Deshalb analysieren wir in unserer Klinik jeden Stein. So können bereits einige mögliche Ursachen bzw. Risikofaktoren, die bei Ihnen zum Steinwachstum beigetragen haben, gefunden werden.

Warum ein Risiko besteht und wie hoch das aktuelle Risiko ist, lässt sich in den meisten Fällen mit Untersuchungen von Blut- und Urinproben feststellen. Besonderes Augenmerk gilt den harnsteinspezifischen Laborwerten im 24-Stunden- Sammelurin. Diese Ergebnisse ermöglichen es, unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Einflussfaktoren Ihr persönliches Steinbildungsrisikoprofil zu ermitteln. Auf dieser Basis leiten Urologen, Ernährungsmediziner und Ernährungsberater gemeinsam mit Ihnen eine auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtete Therapiestrategie ab.

Wie können Sie einer erneuten Steinbildung vorbeugen?

Wir werden die stoffwechselbedingten Ursachen Ihres Steinleidens ergründen und Ihnen eine darauf individuell abgestimmte – "risikoadaptierte" – medikamentöse und/oder Ernährungstherapie empfehlen. Denn nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kann durch eine Ernährungsumstellung das Steinrezidivrisiko, d.h. eine erneute Steinbildung, um 30 % gesenkt werden. Da meist ein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Steinbildung und der Ernährung besteht, ist es erforderlich, möglichst genaue Informationen über Ihre Ernährung zu erhalten. Hierzu führen wir eine ausführliche Ernährungsanamnese durch. Das heißt, dass wir auf der Grundlage Ihres einwöchigen Ess- und Trinkprotokolls gezielte Empfehlungen aussprechen können. Noch aussagekräftiger ist die Kombination der Ergebnisse des Ess-und Trinkprotokolls, Urin pH-Wert-Analyse und die Ergebnisse des 24 h Sammelurins.

Je nach Ihrem Wunsch oder individuellen Erfordernissen bieten wir unterschiedliche Varianten der Ernährungstherapie an:

Variante 1: Allgemeine Metaphylaxe Beratung: hier erfahren Sie allgemeine auf Ihren Stein abgestimmte Ernährungsempfehlungen

Variante 2: Hier besprechen wir mit Ihnen individuelle Ernährungsempfehlungen, die wir aufgrund Ihrer Steinart und Ihres 7-tägigen Ess- und Trinkprotokolls ableiten.

Variante 3: Hier besprechen wir individuelle Ernährungsempfehlungen, die wir aufgrund Ihrer Steinart und Ihrem 7- tägigem Ess- und Trinkprotokoll ableiten. Zusätzlich analysieren wir Ihren Sammelurin (1 oder 2 Tage), ein 7- tägiges pH-Urin Protokoll sowie steintypische Blutwerte.

Die Ernährungstherapie kann nach vorheriger Beantragung bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse durch diese bezuschusst werden.

Im Erstgespräch erfahren Sie, ob und welche zusätzlichen Untersuchungen sinnvoll sind. Diese Beratung wird durch die Ernährungsmedizinerin Frau Dr. Ritschel und die Ernährungsberaterin Frau Sesterhenn durchgeführt. Unser Ernährungsteam berät Sie individuell und kompetent auf der Basis aktueller ernährungsmedizinischer Erkenntnisse. Damit erleichtern wir Ihnen, die von Ihnen beeinflussbaren Risikofaktoren, welche bisher Ihre Steinbildung begünstigt haben, in Zukunft geschickt zu reduzieren.  So können Sie selbst zu einer nachhaltigen Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes und einer geringeren Rückfallrate beitragen.

Wir unterstützen Sie auf dem Weg der Ernährungsumstellung und freuen uns auf eine angenehme Beratungszeit mit Ihnen.

Zwei ovale, flache Objekte mit konzentrischen, hellen Ringen, die Holzscheiben ähneln. Die Oberfläche ist glatt und zeigt eine gleichmäßige Textur.
Kontakt
Krankenhaus Maria Hilf
Dahlienweg 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon 02641 83-0
Fax 02641 83-1771
e-Mail info.maw@marienhaus.de
Brohltal-Klinik St. Josef Fachklinik für Geriatrische Rehabilitation
Kirchstraße 16
56659 Burgbrohl
Telefon 02636 53-0
Fax 02636 53-3799
e-Mail info.bbr@marienhaus.de
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