Wie ein weit verzweigtes Straßennetz durchziehen unzählige Blutgefäße unseren Körper. Sie versorgen jede einzelne Zelle mit Sauerstoff und Nährstoffen. Werden Blutgefäße durch Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) zunehmend enger oder verschließen sich sogar, kann das schwerwiegende Folgen haben: Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen der Beine sind häufige Folgen. Auch Erweiterungen der Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysmen) gehören zu den typischen Gefäßerkrankungen des höheren Lebensalters.
Wie Arteriosklerose entsteht, welche Warnzeichen Betroffene ernst nehmen sollten und welche modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen, erläutert Dr. Jens Rudolph bei einem kostenfreien Informationsabend am 21. Juli in der Aula des Klinikums. Am Beispiel verschiedener Krankheitsbilder (Schaufensterkrankheit, Verengung der Halsschlagader, Bauchaortenaneurysmen, chronische Wunden, diabetischer Fuß) erklärt er verständlich, wie Gefäßerkrankungen früh erkannt und behandelt werden können. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Dr. Rudolph ist Chefarzt der Gefäßchirurgie am Bonner Petruskrankenhaus und bietet wöchentlich eine gefäßchirurgische Sprechstunde im Medizinischen Versorgungszentrum am Krankenhaus Maria Hilf an.
„Viele Gefäßerkrankungen lassen sich heute gut behandeln – vorausgesetzt, sie werden rechtzeitig erkannt. Genau darüber möchten wir informieren und den Besucherinnen und Besuchern zeigen, worauf sie achten sollten und welche Möglichkeiten die moderne Gefäßmedizin heute bietet“, betont Dr. Rudolph.
Besonders häufig treten arteriosklerotische Gefäßerkrankungen bei Menschen über 70 Jahren auf. Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren. Verengungen der Halsschlagadern können das Schlaganfallrisiko erhöhen, während Bauchaortenaneurysmen oft lange keine Beschwerden verursachen und deshalb häufig erst spät entdeckt werden. Auch chronische Wunden und der diabetische Fuß können ihre Ursache in einer gestörten Durchblutung haben und sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Im Vortrag erläutert Dr. Rudolph anhand leicht verständlicher Beispiele, wie sich Gefäßerkrankungen vorbeugen, früh erkennen und heute erfolgreich behandeln lassen. Im Anschluss besteht ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen.
Der Informationsabend ist Teil der Veranstaltungsreihe „Medizin verstehen – Infoveranstaltungen von Experten für Jedermann“, die in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Klinikums stattfindet. Jeden Monat steht dabei ein anderes medizinisches Thema im Mittelpunkt. Weitere Informationen und Termine finden Interessierte im Veranstaltungskalender.
Veranstaltungsort
Die Aula des Klinikums ist auf kürzestem Wege über den Eingang des Nebengebäudes Haus Klara erreichbar (unterhalb des Krankenhauses, direkt hinter dem Hubschrauberlandeplatz). Autofahrerinnen und -fahrer können den angrenzende Parkplatz Klara nutzen.
Was? Bevor es zu spät ist | Gefäßverkalkungen erkennen und richtig reagieren
Wann? Dienstag, 21.07.2026 | 17:00-18:30 Uhr
Wo? Aula im Krankenhaus Maria Hilf | Dahlienweg 3 | 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

