Das Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler hat einen weiteren Meilenstein auf seinem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erreicht: Eine neue Photovoltaik-Anlage auf dem Klinikdach ist im Mai ans Netz gegangen. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 335 Quadratmetern und umfasst 168 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 80kWp. Damit produziert das Klinikum künftig über 90.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr aus erneuerbarer Sonnenenergie. Ein weiterer Ausbau ist bereits in Planung.
Grüner Strom vom Dach bis in den OP-Saal
Der gewonnene Solarstrom fließt direkt in den Klinikalltag ein – von der Beleuchtung bis hin zur Medizintechnik im OP. „Am meisten Strom benötigen Lüftungsanlagen, Kälteerzeugung sowie unsere Radiologie mit MRT, CT und Röntgengeräten“, sagt Thomas Ohlert, Technischer Leiter des Klinikums. „Es ist ein gutes Gefühl, nun auch diese Bereiche mit PV-Power vom eigenen Dach versorgen zu können.“
Wirtschaftlich und ökologisch
Die Investition in die Photovoltaik-Anlage zahlt sich gleich doppelt aus: Sie verbessert die CO₂-Bilanz des Klinikums und spart gleichzeitig rund 25.000 Euro an Stromkosten pro Jahr. Technisch funktioniert die Anlage dabei ähnlich wie auf jedem anderen Gebäude. Die PV-Module nehmen Sonnenenergie als Gleichspannung auf, ein Wechselrichter wandelt diese in Wechselspannung um, die anschließend direkt in die Niederspannungshauptverteilung des Klinikums eingespeist wird.
„Die höchsten Leistungen schafft die Anlage bei sonnigem Wetter, wenn gleichzeitig die Temperatur unter 30 Grad bleibt“, erklärt Ohlert. „Bei solchen Idealbedingungen können wir einen großen Teil des Klinikstrombedarfs durch Sonnenenergie abdecken.“
Teil eines umfassenden Energiesanierungskonzepts
Die Photovoltaik-Anlage ist eingebettet in ein breit angelegtes Energiesanierungskonzept. Dieses sieht zum Beispiel auch die Umstellung der gesamten Beleuchtung auf energiesparende LED-Leuchtmittel mit Bewegungsmeldern vor. Darüber hinaus treibt das Klinikum die Umrüstung auf energieeffiziente Geräte, Maschinen und Anlagen in den Bereichen Medizintechnik, IT und Haustechnik voran. Zusammen bilden diese Maßnahmen ein zukunftsfähiges Fundament für eine klimafreundlichere Krankenhausversorgung in der Region.


