Fünf Tonnen Gewicht, ein 70 Meter ausgefahrener Kran und eine eigens geöffnete Wand in der Radiologie: Die Anlieferung des neuen Magnetresonanztomographen am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler war spektakulär. Inzwischen steht das Gerät an seinem Platz und wird ab sofort als zweiter MRT des Krankenhauses vor allem für ambulante Untersuchungen genutzt. Das Ziel: die teilweise sehr langen Wartezeiten auf einen MRT-Termin deutlich zu verkürzen.
„Die Nachfrage nach MRT-Untersuchungen in unserem Haus ist sehr groß“, sagt Dr. Dipl.-Phys. Felix Schoth, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie. „Mit dem zweiten Gerät schaffen wir zusätzliche Kapazitäten und können damit insbesondere unseren ambulanten Patientinnen und Patienten schneller einen Untersuchungstermin anbieten.“
Technologisch auf dem neusten Stand
Der hochmoderne Magnetresonanztomograph von Siemens ist baugleich mit dem bereits vorhandenen Gerät. Beide ermöglichen eine umfassende Untersuchung sämtlicher Körperregionen und liefern hochauflösende Schnittbilder unter anderem von Gelenken, der Wirbelsäule, dem Kopf sowie allen Becken- und Bauchorganen. Auch Gefäße und das Herz können mit den Geräten detailliert dargestellt werden. „So lassen sich Durchblutungsstörungen auf nicht-invasivem Weg sicher diagnostizieren“, betont Dr. Schoth.
Ein besonderer Schwerpunkt soll künftig auch auf der Abklärung von Rückenbeschwerden liegen. „Die Wirbelsäulenchirurgie und -therapie hat sich zu einem wichtigen Bestandteil unseres medizinischen Angebots entwickelt“, sagt Dr. Schoth. „Entsprechend steigt auch der Bedarf an MRT-Aufnahmen der Wirbelsäule.“
Zusätzliche Kapazitäten
Mit der Inbetriebnahme des zweiten Geräts wird die Nutzung der beiden MRT aufgeteilt: Das neue Gerät, intern „MRT blau“ genannt, ist insbesondere für ambulante Patientinnen und Patienten vorgesehen. Das Bestandsgerät, künftig „MRT grün“, soll schwerpunktmäßig für die stationäre Versorgung eingesetzt werden. So entstehen zusätzliche Kapazitäten für ambulante Untersuchungen, ohne dass die MRT-Versorgung der Patientinnen und Patienten im Krankenhaus beeinträchtigt wird.
Beide MRT verfügen über eine große Öffnung und ermöglichen auch die Untersuchung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Die neuen Räumlichkeiten wurden vollständig renoviert und barrierefrei gestaltet. Für eine angenehme Atmosphäre sorgt unter anderem ein beleuchtetes Bild der Ahrtaler Weinberge.
Erfahrenes Team für moderne Diagnostik
Zwei MRT, zwei Computertomographen (CT) und weitere Verfahren wie Röntgen, Angiographie und Ultraschall bilden künftig die technische Basis für ein umfassendes Spektrum moderner bildgebender Diagnostik im Neuenahrer Klinikum. Ein qualifiziertes und erfahrenes Team begleitet Patientinnen und Patienten durch die Untersuchungen. „Wir freuen uns, dass wir mit der Anschaffung des neuen Gerätes auch unser Radiologie-Team entsprechend erweitern konnten“, sagt Kaufmännischer Direktor Thorsten Schütze.
Die Terminvergabe für ambulante MRT-Untersuchungen werden über das im Klinikum ansässige Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) gesteuert. Termine können bereits jetzt unter 02641 83-5560 vereinbart werden. Voraussetzung ist eine entsprechende Überweisung.

